Wie sich der Markt entwickelt, lässt sich nicht an einer einzigen Zahl ablesen. Hier finden Sie die Quellen, mit denen ich arbeite – und wie Sie sie richtig einordnen.
Für die Einordnung des Kieler Marktes sind vor allem amtliche Quellen relevant. Sie arbeiten mit tatsächlich beurkundeten Kaufpreisen – nicht mit Angebotspreisen.
Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Landeshauptstadt Kiel – Immobilienmarktbericht und Kaufpreissammlung
BORIS.SH / DigitalerAtlasNord – amtliche Bodenrichtwerte mit Stichtag und Zone
Landeshauptstadt Kiel – Mietspiegel, Wohnlagenkarte und statistische Berichte zu den Stadtteilen
Der Immobilienmarktbericht erscheint jährlich und bezieht sich jeweils auf das Vorjahr. Beim Lesen lohnt deshalb immer der Blick auf das Berichtsjahr.
02
Einordnung
Warum Angebotspreise in die Irre führen
Die Preise, die Sie auf Immobilienportalen sehen, sind Angebotspreise. Sie zeigen, was verlangt wird – nicht, was später notariell vereinbart wurde. Je nach Marktlage liegen beide Werte spürbar auseinander.
Hinzu kommt: In kleineren Teilmärkten genügen wenige ungewöhnliche Angebote, um einen Durchschnittswert deutlich zu verzerren. Für eine einzelne Immobilie ist ein Stadtteilmittelwert deshalb nur ein grober Anhaltspunkt.
03
Bodenrichtwert
Was der Bodenrichtwert aussagt – und was nicht
Der Bodenrichtwert ist ein durchschnittlicher Lagewert für den Boden innerhalb einer Richtwertzone. Er ist ein wichtiger Baustein bei der Bewertung, bildet aber weder den vollständigen Immobilienwert noch automatisch den Wert eines einzelnen Grundstücks ab.
Zuschnitt, Erschließung, Baurecht, Rechte und Belastungen können im Einzelfall erheblich abweichen. Wie ich Marktdaten mit den Eigenschaften Ihrer Immobilie zusammenführe, lesen Sie unter Immobilienbewertung in Kiel.